Schallwand

December 9th, 2008

Durch den Auszug meiner langjährigen (2 Jahre können lang sein) Mitbewohnerin hatte ich hier zwei riesige Schrauben in der Wand stecken, an denen vorher ein gewaltiges Bild hing. Aus ästhetischen Gründen wollte ich diese Schrauben gerne verdecken. Passend dazu habe ich einige Schallplatten, deren Cover viel zu Schade sind um ungesehen in der Ecke zu stehen. Hatte ja mal kurz an die bei StyleSpion gezeigte Idee gedacht, das aber recht schnell verworfen, weil es sich hier doch um Lieblingsplatten handelt. Deshalb hab ich mir eine Kleinigkeit ausgedacht und selber gebastelt:

Ich hab mir für euch sogar die Mühe für ein ‘Making of’ gemacht, mehr nach einem Klick:

Grundlage ist eine Spanplatte in 96×96 cm. Da die zwei Schrauben in der Wand ja schon vorgegeben sind, lässt mir die Wahl der Aufhängung nicht viele Möglichkeiten. Ich habe mich also entschieden auf die Rückseite einen Balken in 86×6x4 cm zu schrauben. Es gibt bestimmt schönere Arten der Verbindung von Balken und Platte, aber mir fiel nichts besseres ein.

Rückseite mit kompletter Halterung

Deshalb stecken jetzt in der Front drei Schrauben. Ist aber nicht weiter schlimm, die werden ja später sowieso von den Plattencovern verdeckt. Auf dem folgenden Bild sith man schon die Leisten, die später die Cover halten sollen:

Am besten nehmt ihr jetzt gleich eure Plattencover um zu sehen wie groß der Abstand zwischen den Leisten sein muss. Schließlich sollen die Platten zwar nicht rausfallen, aber gemütlich an der Seite raus- und reinschiebbar sein. Ich habe hier jeweils zwei Leisten von 1 cm bzw. 2 cm Breite für die mittleren Halterungen benutzt. Die breitere Leiste wird über die schmalere Leiste gesetzt, so das sie zu beiden Seiten gleichmäßig überlappt :

Für die obere und untere Halterung habe ich im Baumarkt total praktische Leisten gefunden. Keine Ahnung wie die Dinger heißen, aber sie sind perfekt für meine Zwecke:

Alles mit Nägeln festkloppen die grad so lang sind um nicht auf der anderen Seite der Platte herauszukommen, aber die Leisten trotzdem gut festhalten (was bei der oberen und unteren Leiste kein Problem darstellen sollte).

Und jetzt wieder an die Rückseite. Zur Hintergrundbeleuchtung habe ich tolle Leuchtstoffröhren gefunden, die praktischerweise mit 87 Zentimetern gut nach hinten passen. Außerdem lassen sie sich mit einem Kabel verbinden, so dass nur ein Kabel zum Strom muss. Nachdem ich fertig war, mit den Leuchtstoffröhren Lichtschwert zu spielen (Das hat die meiste Zeit des Baus verschlungen), konnte ich dann weiterbasteln: Die beigefügten Halterungen dafür habe ich etwas schräg angesetzt, damit mehr Licht Oben und Unten rausgeht, aber auch noch etwas ins Innere fällt. Meine Lösung ist zwar nicht schön, aber es ist die Rückseite und da guckt ja niemand hin:

Weil das Verbindungskabel etwas zu kurz war, musste ich (Techniknoob) das Kabel verlängern.  Damit das Kabel nicht stört, schnell ein Loch in den Balken gebohrt und das Kabel durchgezogen. Komplett sieht die Rückseite dann so aus:

Jetzt ist das Teil fertig zum Aufhängen. Jetzt kann man alle Löcher und Unebenheiten mit Fertigspachtel glätten. Ich habe auch die Seiten der Platte eingeschmiert, weil Spanplatten an den Seiten immer sehr rau sind und das auch gestrichen nicht sehr schön aussieht.

Streichen in der Wunschfarbe, ich hatte noch Gelb übrig und es passt wunderbar zur Wand.

Jetzt noch die Plattencover einfach seitlich reinschieben. Das schöne ist ja, dass man die Aufteilung und die Cover jederzeit ändern kann. Für die folgende Auswahl mussten nicht nur Lieblingsplatten herhalten,ein paar davon liebe ich einfach wegen ihrer Cover, jetzt ratet mal welche:

Für das hässliche Kabel muss ich mir noch mal eine Verkleidung überlegen.

Und jetzt Licht aus, Spot an! Und weil ich unbedingt nochmal meine nagelneue Bettwäsche (Viva Ikea) zeigen muss, kommt hier nochmal das Bild vom Anfang, das sauhässliche Sofa bitte ich einfach zu ignorieren:

Eingeordnet in: Basteln, Cooles Zeug, Do It Yourself, Infos, Kunst, Musik, Schallplatten

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